
Sonntag, 26. September 2010
Donnerstag, 23. September 2010
Meine Arbeit, sein Wirken
Ich habe es ausprobiert:
Mein Büro im Verlag ist durch eine Glaswand abgeteilt, in deren Mitte die Tür ist. Rechts und links davon habe ich je einen Zettel mit "Jachin" und "Boas" angeklebt. Immer wenn ich eintrete, sehe ich darauf.
Und es wirkt: Ich erinnere mich daran, dass Gott etwas vorhat. Mein Arbeitsplatz - sein Wirkungsfeld. Und ich komme zur Genüge auch darin vor.
Mein Büro im Verlag ist durch eine Glaswand abgeteilt, in deren Mitte die Tür ist. Rechts und links davon habe ich je einen Zettel mit "Jachin" und "Boas" angeklebt. Immer wenn ich eintrete, sehe ich darauf.
Und es wirkt: Ich erinnere mich daran, dass Gott etwas vorhat. Mein Arbeitsplatz - sein Wirkungsfeld. Und ich komme zur Genüge auch darin vor.
Dienstag, 14. September 2010
Kardinal Ratzingers Kochrezepte?
Samstag, 11. September 2010
Das Portal zu Gottes Gegenwart
Das Alte Testament enthält – im 2. Chronikbuch – einige Details zur Architektur des Tempels, wie Salomo ihn baute. Dabei erfahren wir auch etwas über das Eingangsportal zum Tempel – zu Gottes Gegenwart:
Wer in den Tempel ging, dessen Weg führte also zwischen diesen beiden Säulen hindurch.
Diese biblische Notiz gibt zu denken.
1. Es spiegelt sich hier das hebräische Schreiben: Man schreibt von rechts nach links. Wir hätten die linke Säule zuerst genannt – in diesem Bericht fängt es mit der rechten an. Dementsprechend müsste man es auch in einen Grundriss einzeichnen. Die farbige Illustration zu einer neuen Ausgabe der Übertragung „Hoffnung für alle“ hat die Säule „Jachin“ nach links und „Boas“ nach rechts versetzt. Vermutlich ein Versehen des Grafikers, der ganz automatisch (und un-hebräisch) von links nach rechts dachte.
2. Die beiden hebräischen Namen der Säulen klingen für uns beide gleichermaßen fremdartig. Im Hebräischen haben diese Namen aber einen ganz verschiedenen Sprach-Charakter. Beide sind eigentlich kleine Sätze – in einem Wort.
„Jachin“ bedeutet: „Er wird aufrichten“ oder „Er gründet fest“. Gemeint ist natürlich Gott. Ein Satz, der aus nur einem Verb besteht: Ein Satz voller Handlung, Aktion, zusammengezogen in einem Wort.
„Boas“ bedeutet: „In ihm ist Kraft.“ Dieser Satz ist eine Zusammensetzung von zwei Wörtern. Wörtlich heißt es: „In-ihm-Kraft“. Dabei ist „in ihm“ der eine und „Kraft“ der andere Bestandteil. Die Sprachform dieses Satzes heißt Nominalsatz. Das Verb fehlt und wird sinngemäß ergänzt: „In-ihm-[ist]-Kraft“. Dieser Name, dieser Satz klingt also vom Sprachcharakter her statisch. Zwei Ausdrücke werden zusammengesetzt und miteinander verbunden – quasi „1+1“. (Eine hebräisch gängige und korrekte Ausdrucksweise.) Dagegen ist „Jachin“ ein mit Bewegung aufgeladener Ausdruck, nicht statisch, sondern dynamisch.
Das Portal zu Gottes Gegenwart ist flankiert von zwei sehr unterschiedlichen Gebilden: einem bewegten und einem festen. (Die alte griechische Übersetzung des Alten Testaments, die Septuaginta, hat diese Spannung eingeebnet und zwei Begriffe daraus gemacht: „Gründung“ und „Stärke“. Begriff neben Begriff. Nur noch Statik. „Stein auf Stein, Stein auf Stein“ – ein solcher Sprachcharakter an dieser Stelle. Schade.)
3. Das Subjekt von „Jachin“ ist Gott. „Jachin“ sagt: Er tut. Er hat das Heft des Handelns in der Hand. Das Subjekt von „Boas“ ist eine Sache: Kraft. Der Name der rechten Säule knüpft bei einer Person an – bei Gott selbst. Der Name der linken Säule knüpft dagegen bei einem Gegenstand an, einem „Thema“.
4. Wer den Weg in Gottes Gegenwart sucht (im Gebet, im Gottesdienst, in der Heiligen Schrift, in der Stille …), hat meist seine Bedürfnisse. Das ist ur-menschlich. Das ist vor Gott in Ordnung so und ehrt ihn, wenn Menschen mit ihren Bedürfnissen nicht bei sich bleiben, sondern zu ihm kommen. Viele suchen bei Gott Hilfe für ihr Leben und nicht selten beten sie um Kraft.
Wer durch das Zwei-Säulen-Portal in Gottes Gegenwart kommt, der erfährt: Mein Bedürfnis, mein Thema, das ich mitbringe, kommt hier vor. Aber es ist nicht das Ganze. Es wird an seinen begrenzten Ort gestellt. Das Gegenüber zu „meinem Thema“ ist – Gott selbst. Das, was er will. Er handelt. Es geht um mich – aber es geht nicht allein um mich. Nicht nur ich will etwas vom Leben. Gott will auch etwas. Ich bin angewiesen auf die nötige Kraft, ja; ich bin angewiesen auf mein tägliches Brot. Aber darüber hinaus ist Gott da, der etwas tut: sein Reich aufrichtet. Gott, der etwas will – sogar fordert: dass sein Name geheiligt wird, dass sein Wille geschieht.
Mein Bedürfnis, „mein Thema“ wird dadurch nicht heruntergespielt. Aber begrenzt. Der Weg in Gottes Gegenwart hinein durch dieses Zwei-Säulen-Portal formt mich. Da muss ich durch.
5. „Jachin“ sagt: Du kommst wirklich in Gottes Gegenwart. Du kommst zu einem handelnden, bewegten, lebendigen Gott. – Ich werde also weggezogen von mir. Meine Verkrümmung in mich selbst wird aufgebrochen. Ich werde von mir weg, zu ihm hingezogen. Ich kann mich auf ihn verlassen: mich selbst verlassen, in Richtung auf ihn hin. Das richtet mich auf, hebt meinen Blick.
„Boas“ sagt: Kraft ist in ihm. Richte dich also auf ihn aus. Bleib nicht hängen in deinen Bedürfnissen. Sei bereit, das Thema zu wechseln. Kraft? Ja, er weiß, dass du sie brauchst. Sie ist in ihm. Orientiere dich um, weg von der Gabe, hin zum Geber.
6. „Jachin“ sagt aber auch: Er handelt, er tut, er will – aber für seine Menschen. Die richtet er auf. Die gründet er fest. Darauf zielen seine Absichten. So sehr es um Gott geht und um das, was er will – Gott muss nicht aufgerichtet werden. Nicht gegründet werden. Gott ist ewig aufrecht und fest. Er richtet auf – an anderen also tut er das. Weil Gott – in all seiner Heiligkeit – nichts als Liebe ist, handelt er rettend und segnend an seinen Menschen. „Jachin“ beschreibt diese Ausrichtung Gottes. Schon sein geheimnisvoller Name „JHWH“ sagte ja: Ich bin (nicht an und für sich, nicht nur für mich, sondern) für euch da.
Wenn ich in Gottes Gegenwart gehe und wenn mich „Jachin“ daran erinnert, dass ich von mir loskommen und mich auf ihn hin orientieren muss – dann merke ich zugleich: Für mich ist dann doch gesorgt. Ich verliere mich in ihn, komme selber aber nicht zu kurz dabei. Jesus (der den Tempel Salomos mit den beiden Säulen nie betrat, weil der längst zerstört und ersetzt war) – Jesus sagte: Wer sein Leben verliert, wird es finden.
„Boas“ sagt auch: In ihm ist sie: die Stärke. Das, was ich brauche, finde ich in ihm. Ich finde Gott und damit das, was ich sonst noch nötig habe. In ihm ist nicht Gleichgültigkeit, nicht Willkür, nicht despotische Unterwerfungs-Forderung, sondern Stärke. Für mich ist gesorgt in ihm.
7. Wenn ich in Gottes Gegenwart gehe, dann suche ich heute keinen Tempel auf. Er lässt sich vielmehr finden im Gebet, im Gottesdienst, in der Heiligen Schrift, in der Stille, wenn ich dienend etwas für andere tue … Die beiden Säulen sind Geschichte. Aber dennoch nicht von gestern. Sie beschreiben zunächst ein Bewusstsein, das angemessen ist und mich in guter Weise formt, wenn ich Gott aufsuche.
Bewusstsein prägt sich aber oft durch äußere Gegebenheiten. Also wäre es doch ein guter Vorschlag für heutige Kirchenarchitekten, rechts und links an die Kirchentür Säulen oder Tafeln mit „Jachin“ und „Boas“ anzubringen? Sollte ich mir Schilder an meine Haustür machen – auch zu Hause lebe ich ja im Namen Gottes und erwarte sein Reich?
Oder Zettel rechts und links an den Türrahmen meiner Bürotür? Oder an die Ränder meines Bildschirms? Als Zeichen der Rahmenbedingungen meines "Gottesdienstes im Alltag"?
Soll ich „Jachin“ auf den vorderen Buchdeckel meiner Bibel schreiben und „Boas“ auf den hinteren? Vielleicht könnte ich leise „Jachin“ und „Boas“ vor mich hinmurmeln, bevor der Gottesdienst beginnt?
Egal, welche Form ich finde: Das Zwei-Säulen-Portal als Zugang zu Gottes Gegenwart sollte nicht im 2. Chronikbuch versteckt und vergessen bleiben. Ich möchte mich daran erinnern. Ich will da durch müssen und geformt werden.
„Für die Vorderseite des Hauses machte er zwei Säulen von achtzehn Ellen Höhe. Das Kapitell auf ihnen maß fünf Ellen. Dazu schuf er kettenförmige Bänder und brachte sie oben auf den Säulen an. Auch machte er hundert Granatäpfel und befestigte sie an den kettenförmigen Bändern. Die Säulen stellte er vor dem Tempel auf, die eine auf der rechten, die andere auf der linken Seite. Die rechte nannte er Jachin, die linke Boas.“ (2. Chronik 3,15-17)
Wer in den Tempel ging, dessen Weg führte also zwischen diesen beiden Säulen hindurch.
Diese biblische Notiz gibt zu denken.
1. Es spiegelt sich hier das hebräische Schreiben: Man schreibt von rechts nach links. Wir hätten die linke Säule zuerst genannt – in diesem Bericht fängt es mit der rechten an. Dementsprechend müsste man es auch in einen Grundriss einzeichnen. Die farbige Illustration zu einer neuen Ausgabe der Übertragung „Hoffnung für alle“ hat die Säule „Jachin“ nach links und „Boas“ nach rechts versetzt. Vermutlich ein Versehen des Grafikers, der ganz automatisch (und un-hebräisch) von links nach rechts dachte.
2. Die beiden hebräischen Namen der Säulen klingen für uns beide gleichermaßen fremdartig. Im Hebräischen haben diese Namen aber einen ganz verschiedenen Sprach-Charakter. Beide sind eigentlich kleine Sätze – in einem Wort.
„Jachin“ bedeutet: „Er wird aufrichten“ oder „Er gründet fest“. Gemeint ist natürlich Gott. Ein Satz, der aus nur einem Verb besteht: Ein Satz voller Handlung, Aktion, zusammengezogen in einem Wort.
„Boas“ bedeutet: „In ihm ist Kraft.“ Dieser Satz ist eine Zusammensetzung von zwei Wörtern. Wörtlich heißt es: „In-ihm-Kraft“. Dabei ist „in ihm“ der eine und „Kraft“ der andere Bestandteil. Die Sprachform dieses Satzes heißt Nominalsatz. Das Verb fehlt und wird sinngemäß ergänzt: „In-ihm-[ist]-Kraft“. Dieser Name, dieser Satz klingt also vom Sprachcharakter her statisch. Zwei Ausdrücke werden zusammengesetzt und miteinander verbunden – quasi „1+1“. (Eine hebräisch gängige und korrekte Ausdrucksweise.) Dagegen ist „Jachin“ ein mit Bewegung aufgeladener Ausdruck, nicht statisch, sondern dynamisch.
Das Portal zu Gottes Gegenwart ist flankiert von zwei sehr unterschiedlichen Gebilden: einem bewegten und einem festen. (Die alte griechische Übersetzung des Alten Testaments, die Septuaginta, hat diese Spannung eingeebnet und zwei Begriffe daraus gemacht: „Gründung“ und „Stärke“. Begriff neben Begriff. Nur noch Statik. „Stein auf Stein, Stein auf Stein“ – ein solcher Sprachcharakter an dieser Stelle. Schade.)
3. Das Subjekt von „Jachin“ ist Gott. „Jachin“ sagt: Er tut. Er hat das Heft des Handelns in der Hand. Das Subjekt von „Boas“ ist eine Sache: Kraft. Der Name der rechten Säule knüpft bei einer Person an – bei Gott selbst. Der Name der linken Säule knüpft dagegen bei einem Gegenstand an, einem „Thema“.
4. Wer den Weg in Gottes Gegenwart sucht (im Gebet, im Gottesdienst, in der Heiligen Schrift, in der Stille …), hat meist seine Bedürfnisse. Das ist ur-menschlich. Das ist vor Gott in Ordnung so und ehrt ihn, wenn Menschen mit ihren Bedürfnissen nicht bei sich bleiben, sondern zu ihm kommen. Viele suchen bei Gott Hilfe für ihr Leben und nicht selten beten sie um Kraft.
Wer durch das Zwei-Säulen-Portal in Gottes Gegenwart kommt, der erfährt: Mein Bedürfnis, mein Thema, das ich mitbringe, kommt hier vor. Aber es ist nicht das Ganze. Es wird an seinen begrenzten Ort gestellt. Das Gegenüber zu „meinem Thema“ ist – Gott selbst. Das, was er will. Er handelt. Es geht um mich – aber es geht nicht allein um mich. Nicht nur ich will etwas vom Leben. Gott will auch etwas. Ich bin angewiesen auf die nötige Kraft, ja; ich bin angewiesen auf mein tägliches Brot. Aber darüber hinaus ist Gott da, der etwas tut: sein Reich aufrichtet. Gott, der etwas will – sogar fordert: dass sein Name geheiligt wird, dass sein Wille geschieht.
Mein Bedürfnis, „mein Thema“ wird dadurch nicht heruntergespielt. Aber begrenzt. Der Weg in Gottes Gegenwart hinein durch dieses Zwei-Säulen-Portal formt mich. Da muss ich durch.
5. „Jachin“ sagt: Du kommst wirklich in Gottes Gegenwart. Du kommst zu einem handelnden, bewegten, lebendigen Gott. – Ich werde also weggezogen von mir. Meine Verkrümmung in mich selbst wird aufgebrochen. Ich werde von mir weg, zu ihm hingezogen. Ich kann mich auf ihn verlassen: mich selbst verlassen, in Richtung auf ihn hin. Das richtet mich auf, hebt meinen Blick.
„Boas“ sagt: Kraft ist in ihm. Richte dich also auf ihn aus. Bleib nicht hängen in deinen Bedürfnissen. Sei bereit, das Thema zu wechseln. Kraft? Ja, er weiß, dass du sie brauchst. Sie ist in ihm. Orientiere dich um, weg von der Gabe, hin zum Geber.
6. „Jachin“ sagt aber auch: Er handelt, er tut, er will – aber für seine Menschen. Die richtet er auf. Die gründet er fest. Darauf zielen seine Absichten. So sehr es um Gott geht und um das, was er will – Gott muss nicht aufgerichtet werden. Nicht gegründet werden. Gott ist ewig aufrecht und fest. Er richtet auf – an anderen also tut er das. Weil Gott – in all seiner Heiligkeit – nichts als Liebe ist, handelt er rettend und segnend an seinen Menschen. „Jachin“ beschreibt diese Ausrichtung Gottes. Schon sein geheimnisvoller Name „JHWH“ sagte ja: Ich bin (nicht an und für sich, nicht nur für mich, sondern) für euch da.
Wenn ich in Gottes Gegenwart gehe und wenn mich „Jachin“ daran erinnert, dass ich von mir loskommen und mich auf ihn hin orientieren muss – dann merke ich zugleich: Für mich ist dann doch gesorgt. Ich verliere mich in ihn, komme selber aber nicht zu kurz dabei. Jesus (der den Tempel Salomos mit den beiden Säulen nie betrat, weil der längst zerstört und ersetzt war) – Jesus sagte: Wer sein Leben verliert, wird es finden.
„Boas“ sagt auch: In ihm ist sie: die Stärke. Das, was ich brauche, finde ich in ihm. Ich finde Gott und damit das, was ich sonst noch nötig habe. In ihm ist nicht Gleichgültigkeit, nicht Willkür, nicht despotische Unterwerfungs-Forderung, sondern Stärke. Für mich ist gesorgt in ihm.
7. Wenn ich in Gottes Gegenwart gehe, dann suche ich heute keinen Tempel auf. Er lässt sich vielmehr finden im Gebet, im Gottesdienst, in der Heiligen Schrift, in der Stille, wenn ich dienend etwas für andere tue … Die beiden Säulen sind Geschichte. Aber dennoch nicht von gestern. Sie beschreiben zunächst ein Bewusstsein, das angemessen ist und mich in guter Weise formt, wenn ich Gott aufsuche.
Bewusstsein prägt sich aber oft durch äußere Gegebenheiten. Also wäre es doch ein guter Vorschlag für heutige Kirchenarchitekten, rechts und links an die Kirchentür Säulen oder Tafeln mit „Jachin“ und „Boas“ anzubringen? Sollte ich mir Schilder an meine Haustür machen – auch zu Hause lebe ich ja im Namen Gottes und erwarte sein Reich?
Oder Zettel rechts und links an den Türrahmen meiner Bürotür? Oder an die Ränder meines Bildschirms? Als Zeichen der Rahmenbedingungen meines "Gottesdienstes im Alltag"?
Soll ich „Jachin“ auf den vorderen Buchdeckel meiner Bibel schreiben und „Boas“ auf den hinteren? Vielleicht könnte ich leise „Jachin“ und „Boas“ vor mich hinmurmeln, bevor der Gottesdienst beginnt?
Egal, welche Form ich finde: Das Zwei-Säulen-Portal als Zugang zu Gottes Gegenwart sollte nicht im 2. Chronikbuch versteckt und vergessen bleiben. Ich möchte mich daran erinnern. Ich will da durch müssen und geformt werden.
Mittwoch, 1. September 2010
Bedingungslose Freundschaft
Wie Jesus über die Freundschaft zu ihm spricht, daran habe ich mich bisher immer gestoßen. Es klang so nach Bedingungen: Ich mag euch (nur dann?), wenn ihr tut, was ich sage.
Die entsprechenden Sätze von ihm stehen in Johannes 15:
„Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben.“ – „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.“ (Joh 15,10.14)
In den letzten Tagen tauchten diese Sätze im Losungstext auf. Plötzlich konnte ich sie neu hören – und zwar, wie ich nun merke, so, wie sie schon immer da standen.
„Wenn ihr meine Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe“ – in einem Raum „bleiben“ kann ich nur, wenn ich zuvor schon drin war. Jesus sagt nicht: Durch den Gehorsam gelangt ihr in meine Liebe. Sondern in diesem Raum befinden wir uns bereits, unabhängig von Gebotserfüllung. Und nun können wir dort auch bleiben: indem wir ihm gehorsam sind. Aber der Gehorsam war nicht die Bedingung, in seine Liebe hineinzukommen.
Und auch der andere Satz: „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.“ Jesus hat nicht gesagt: „Ich bin euer Freund nur dann, wenn ihr mir gehorcht.“ Jesus hat hier überhaupt keine Aussage über seine Freundschaft zu uns gemacht, sondern über unsere Freundschaft zu ihm gesprochen. Dass ich sein Freund bin, zeigt sich daran, dass ich ihm gehorche (und wenn ich ihm gehorche, spiegelt sich darin mein Vertrauen). Dass er aber mein Freund ist, ist ganz unabhängig von meinem Gehorsam. Seine Freundschaft zu mir begründet Jesus anders: „Euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich euch alles kundgetan habe, was ich von meinem Vater gehört habe.“ (15,15). Seine Freundschaft zu mir ist darin begründet, was Jesus tat, nicht in dem, was ich tue. Wenn ich ihm aber misstraue und daraus folgend nicht auf ihn höre, bin ich es, der den Raum seiner Freundschaft verlässt.
Ich erkenne endlich, wie bedingungslos Jesu Freundschaft ist. Die fraglichen Sätze aus Joh 15 haben ihren latent zynischen Charakter verloren. Ich bin richtig beglückt – und damit hat das, was Jesus über die Freundschaft sagte, endlich auch bei mir sein Ziel erreicht: „Das habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde.“ (Joh 15,11)
Die entsprechenden Sätze von ihm stehen in Johannes 15:
„Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben.“ – „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.“ (Joh 15,10.14)
In den letzten Tagen tauchten diese Sätze im Losungstext auf. Plötzlich konnte ich sie neu hören – und zwar, wie ich nun merke, so, wie sie schon immer da standen.
„Wenn ihr meine Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe“ – in einem Raum „bleiben“ kann ich nur, wenn ich zuvor schon drin war. Jesus sagt nicht: Durch den Gehorsam gelangt ihr in meine Liebe. Sondern in diesem Raum befinden wir uns bereits, unabhängig von Gebotserfüllung. Und nun können wir dort auch bleiben: indem wir ihm gehorsam sind. Aber der Gehorsam war nicht die Bedingung, in seine Liebe hineinzukommen.
Und auch der andere Satz: „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.“ Jesus hat nicht gesagt: „Ich bin euer Freund nur dann, wenn ihr mir gehorcht.“ Jesus hat hier überhaupt keine Aussage über seine Freundschaft zu uns gemacht, sondern über unsere Freundschaft zu ihm gesprochen. Dass ich sein Freund bin, zeigt sich daran, dass ich ihm gehorche (und wenn ich ihm gehorche, spiegelt sich darin mein Vertrauen). Dass er aber mein Freund ist, ist ganz unabhängig von meinem Gehorsam. Seine Freundschaft zu mir begründet Jesus anders: „Euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich euch alles kundgetan habe, was ich von meinem Vater gehört habe.“ (15,15). Seine Freundschaft zu mir ist darin begründet, was Jesus tat, nicht in dem, was ich tue. Wenn ich ihm aber misstraue und daraus folgend nicht auf ihn höre, bin ich es, der den Raum seiner Freundschaft verlässt.
Ich erkenne endlich, wie bedingungslos Jesu Freundschaft ist. Die fraglichen Sätze aus Joh 15 haben ihren latent zynischen Charakter verloren. Ich bin richtig beglückt – und damit hat das, was Jesus über die Freundschaft sagte, endlich auch bei mir sein Ziel erreicht: „Das habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde.“ (Joh 15,11)
Montag, 30. August 2010
Lebensmotto
In der Kirche fiel mir der Prospekt eines christlichen T-Shirt-Bedruckers in die Hände. Unter den vielen witzigen Sprüchen finde ich den hier am besten:
„Hör endlich auf, mich mit Jesus in Ruhe zu lassen!“
„Hör endlich auf, mich mit Jesus in Ruhe zu lassen!“
Samstag, 21. August 2010
Die Schelomit-Perspektive
Hart und ungepuffert stehen die Namen nebeneinander:
Samuel. Saul. Abner. Joab.
Zwischen jedem dieser Namen müsste eigentlich ein Aufschrei zu hören sein. Diese Menschen waren miteinander verkettet in Schmerz, Enttäuschung, Hass und Trauer.
Samuel und Saul: Samuel hatte als Mann Gottes und geistlicher Vater Saul ins Königsamt gebracht. Saul ist daran gescheitert, zuletzt manisch getrieben, quasi geisteskrank. Samuel musste ihm das Königtum – im Auftrag Gottes – wieder entziehen. Aber das war für Samuel ein Schnitt durch seine Seele, er machte Gott heftige Vorhaltungen über seine Pläne und betrauerte den Gescheiterten. Saul seinerseits versuchte noch nach Samuels Tod, ihn in panischer Verzweiflung anzusprechen – als Totenbeschwörer. Postmortale Ruhestörung.
Saul und Abner: Sie waren Cousins und arbeiteten zusammen. Abner war der Fünf-Sterne-General von König Saul. Saul hatte es nicht fertiggebracht abzudanken, obwohl er in Gottes Augen nicht mehr als König legitimiert war. Nach Sauls Tod „erbte“ General Abner Sauls Sohn als seinen neuen König. Loyal kämpfte er für diesen Thronnachfolger. Doch irgendwann überwarfen sie sich wegen einer Frauengeschichte. Abner lief zu Sauls Feind David über. Nach Abners Tod brach das Machtsystem des Sohnes Sauls hohl zusammen. Der König wurde, ohne dass ihn jemand verteidigte, nachts im Schlaf erstochen.
Abner und Joab: Joab war einer der mächtigsten Offiziere von David, schon bevor David ans Königtum gekommen war. Abner, damals noch Gegner Davids, wurde von Joabs Bruder Asahel im Kampf gejagt. Er ließ sich nicht von Abner warnen, der das böse Ende kommen sah. Schließlich tötete Abner den Bruder Joabs in einer Art militärischer Selbstverteidigung . Joab konnte das nicht verwinden und fand Gelegenheit zur Rache. Er brachte Abner um, auf eigene Rechnung und hinter dem Rücken seines Dienstherrn David. Der Autor Eugene Peterson charakterisiert beide, Abner und Joab, schlicht als „Dummköpfe“.
Samuel.
Saul.
Abner.
Joab.
Namen wie scharfkantige Scherben. Sie sind wie in einer Schicksalsgemeinschaft miteinander verkettet. Sie kamen kaum voneinander los – und doch herrschte Schmerz und Wahnsinn zwischen ihnen, Blut floss.
An einer Stelle in den biblischen Erzählungen stehen diese Namen still nebeneinander.
„Auch alles, was Samuel, der Seher, und Saul, der Sohn des Kisch, und Abner, der Sohn des Ner, und Joab, der Sohn der Zeruja, geheiligt hatten – all dieses Geheiligte war in der Hand Schelomits und seiner Brüder.“ (1. Chronik 26,27)
Hier fällt nun ein weiterer Name: Schelomit.
Schelomit war einer der Chef-Aufseher über die Opfergaben im Tempel. Die Israeliten hatten Gelegenheit, aus ihrem Vermögen etwas für den Tempeldienst zu stiften. Erfolgreiche Soldaten weihten einen Teil der Kriegsbeute Gott. Aber auch andere – wie der Prophet Samuel, ein Zivilist – brachten Vermögenswerte in den Tempel. Schelomit war einer der Verwalter darüber. Aber er (mit seinen Brüdern) hatte dabei noch eine spezielle Aufgabe: Er verwaltete auch alles, was diese vier Leute Gott geweiht hatten: Samuel, Saul, Abner und Joas.
Angenommen, Schelomit kannte die Geschichte dieser Männer: Was hat er wohl über deren Opfergaben gedacht? Wie hat er sie aufbewahrt? Eines jeden Sachen in eine separate Kammer? Oder friedlich nebeneinander ins selbe Regal, in dieselbe Truhe? Hat er den Kopf geschüttelt jedes mal, wenn er die Schätze durchzählte und blank polierte? Hat er sich gefragt: „Wie konnten die nur?“ Oder hat er mit einer Art versöhnlicher Milde alles extra nebeneinander platziert – vielleicht haben sich manche Gegenstände berührt? Schelomit, ich würde gern deine Gedanken kennen!
Samuel, Saul, Abner und Joas – keiner der vier Männer war gottlos gewesen! Alle gehörten zu Gottes Volk. Jeder hat seine Gaben mit der Geste und vermutlich auch der Haltung der Hingabe Gott geweiht.
Aber ihre Hingabe an Gott hat nicht dazu geführt, dass ihr Leben weniger tragisch verlaufen wäre. Die Glaubenden, die Frommen – ungemildert scharfkantig sind ihre Lebensgeschichten ineinander verkrallt.
Schelomit ist für mich ein Repräsentant Gottes. Was er zu tun hatte in der Schatzkammer des Tempels, das ist – so meine ich – Werk Gottes durch alle Zeiten hindurch. Seine Kinder versuchen recht und schlecht, aber meist in guter Absicht, Gott zu dienen. Aber untereinander fügen sie sich Verletzungen zu, töten mit Taten oder Worten oder Gedanken. Und viele meinen vermutlich, sie wären ein wenig näher an Gott als der jeweils andere – näher als die, die sie verletzt haben oder von denen sie verletzt wurden.
Ich glaube, Gott ist an dieser Stelle ähnlich wie Schelomit. Er sieht die Geschichte eines jeden. Absichten, Verstrickungen, Verblendungen, Vergehen, Übergriffe. Er hat das, was geschehen ist, nicht verhindert. (Höchstens Schlimmeres noch vielleicht verhindert … wer weiß?) Nichts wird ungeschehen gemacht . Möglicherweise fand Gott es hier und da auch zynisch, wie ein Täter dann fromm eine Opfergabe brachte – gottlos war ja keiner von ihnen.
Aber nun sind sie alle vor ihm. Menschen aus seinem Volk. Heute würden wir sagen: Menschen aus seinem durch Jesus erweiterten Volk. Angenommen, nach allen Wirrungen haben sie sich zu guter Letzt auf Jesus verlassen. Jeder ein Täter, viele ein Opfer, aber in Gottes überzeitlicher Perspektive sind sie beieinander. Gott kennt die Geschichte eines jeden. Der Hass untereinander war heftig. Aber irgendwann wird er verstummt sein.
Die Schelomit-Perspektive macht nichts ungeschehen. Aber sie ist eine höhere Warte. Die Schelomit-Perspektive rechnet damit, dass vor Gott Raum hat, was sich in diesem Leben dem Raum gegenseitig streitig gemacht hat. Die Schelomit-Perspektive ist hoffnungsvoll.
Samuel. Saul. Abner. Joab.
Zwischen jedem dieser Namen müsste eigentlich ein Aufschrei zu hören sein. Diese Menschen waren miteinander verkettet in Schmerz, Enttäuschung, Hass und Trauer.
Samuel und Saul: Samuel hatte als Mann Gottes und geistlicher Vater Saul ins Königsamt gebracht. Saul ist daran gescheitert, zuletzt manisch getrieben, quasi geisteskrank. Samuel musste ihm das Königtum – im Auftrag Gottes – wieder entziehen. Aber das war für Samuel ein Schnitt durch seine Seele, er machte Gott heftige Vorhaltungen über seine Pläne und betrauerte den Gescheiterten. Saul seinerseits versuchte noch nach Samuels Tod, ihn in panischer Verzweiflung anzusprechen – als Totenbeschwörer. Postmortale Ruhestörung.
Saul und Abner: Sie waren Cousins und arbeiteten zusammen. Abner war der Fünf-Sterne-General von König Saul. Saul hatte es nicht fertiggebracht abzudanken, obwohl er in Gottes Augen nicht mehr als König legitimiert war. Nach Sauls Tod „erbte“ General Abner Sauls Sohn als seinen neuen König. Loyal kämpfte er für diesen Thronnachfolger. Doch irgendwann überwarfen sie sich wegen einer Frauengeschichte. Abner lief zu Sauls Feind David über. Nach Abners Tod brach das Machtsystem des Sohnes Sauls hohl zusammen. Der König wurde, ohne dass ihn jemand verteidigte, nachts im Schlaf erstochen.
Abner und Joab: Joab war einer der mächtigsten Offiziere von David, schon bevor David ans Königtum gekommen war. Abner, damals noch Gegner Davids, wurde von Joabs Bruder Asahel im Kampf gejagt. Er ließ sich nicht von Abner warnen, der das böse Ende kommen sah. Schließlich tötete Abner den Bruder Joabs in einer Art militärischer Selbstverteidigung . Joab konnte das nicht verwinden und fand Gelegenheit zur Rache. Er brachte Abner um, auf eigene Rechnung und hinter dem Rücken seines Dienstherrn David. Der Autor Eugene Peterson charakterisiert beide, Abner und Joab, schlicht als „Dummköpfe“.
Samuel.
Saul.
Abner.
Joab.
Namen wie scharfkantige Scherben. Sie sind wie in einer Schicksalsgemeinschaft miteinander verkettet. Sie kamen kaum voneinander los – und doch herrschte Schmerz und Wahnsinn zwischen ihnen, Blut floss.
An einer Stelle in den biblischen Erzählungen stehen diese Namen still nebeneinander.
„Auch alles, was Samuel, der Seher, und Saul, der Sohn des Kisch, und Abner, der Sohn des Ner, und Joab, der Sohn der Zeruja, geheiligt hatten – all dieses Geheiligte war in der Hand Schelomits und seiner Brüder.“ (1. Chronik 26,27)
Hier fällt nun ein weiterer Name: Schelomit.
Schelomit war einer der Chef-Aufseher über die Opfergaben im Tempel. Die Israeliten hatten Gelegenheit, aus ihrem Vermögen etwas für den Tempeldienst zu stiften. Erfolgreiche Soldaten weihten einen Teil der Kriegsbeute Gott. Aber auch andere – wie der Prophet Samuel, ein Zivilist – brachten Vermögenswerte in den Tempel. Schelomit war einer der Verwalter darüber. Aber er (mit seinen Brüdern) hatte dabei noch eine spezielle Aufgabe: Er verwaltete auch alles, was diese vier Leute Gott geweiht hatten: Samuel, Saul, Abner und Joas.
Angenommen, Schelomit kannte die Geschichte dieser Männer: Was hat er wohl über deren Opfergaben gedacht? Wie hat er sie aufbewahrt? Eines jeden Sachen in eine separate Kammer? Oder friedlich nebeneinander ins selbe Regal, in dieselbe Truhe? Hat er den Kopf geschüttelt jedes mal, wenn er die Schätze durchzählte und blank polierte? Hat er sich gefragt: „Wie konnten die nur?“ Oder hat er mit einer Art versöhnlicher Milde alles extra nebeneinander platziert – vielleicht haben sich manche Gegenstände berührt? Schelomit, ich würde gern deine Gedanken kennen!
Samuel, Saul, Abner und Joas – keiner der vier Männer war gottlos gewesen! Alle gehörten zu Gottes Volk. Jeder hat seine Gaben mit der Geste und vermutlich auch der Haltung der Hingabe Gott geweiht.
Aber ihre Hingabe an Gott hat nicht dazu geführt, dass ihr Leben weniger tragisch verlaufen wäre. Die Glaubenden, die Frommen – ungemildert scharfkantig sind ihre Lebensgeschichten ineinander verkrallt.
Schelomit ist für mich ein Repräsentant Gottes. Was er zu tun hatte in der Schatzkammer des Tempels, das ist – so meine ich – Werk Gottes durch alle Zeiten hindurch. Seine Kinder versuchen recht und schlecht, aber meist in guter Absicht, Gott zu dienen. Aber untereinander fügen sie sich Verletzungen zu, töten mit Taten oder Worten oder Gedanken. Und viele meinen vermutlich, sie wären ein wenig näher an Gott als der jeweils andere – näher als die, die sie verletzt haben oder von denen sie verletzt wurden.
Ich glaube, Gott ist an dieser Stelle ähnlich wie Schelomit. Er sieht die Geschichte eines jeden. Absichten, Verstrickungen, Verblendungen, Vergehen, Übergriffe. Er hat das, was geschehen ist, nicht verhindert. (Höchstens Schlimmeres noch vielleicht verhindert … wer weiß?) Nichts wird ungeschehen gemacht . Möglicherweise fand Gott es hier und da auch zynisch, wie ein Täter dann fromm eine Opfergabe brachte – gottlos war ja keiner von ihnen.
Aber nun sind sie alle vor ihm. Menschen aus seinem Volk. Heute würden wir sagen: Menschen aus seinem durch Jesus erweiterten Volk. Angenommen, nach allen Wirrungen haben sie sich zu guter Letzt auf Jesus verlassen. Jeder ein Täter, viele ein Opfer, aber in Gottes überzeitlicher Perspektive sind sie beieinander. Gott kennt die Geschichte eines jeden. Der Hass untereinander war heftig. Aber irgendwann wird er verstummt sein.
Die Schelomit-Perspektive macht nichts ungeschehen. Aber sie ist eine höhere Warte. Die Schelomit-Perspektive rechnet damit, dass vor Gott Raum hat, was sich in diesem Leben dem Raum gegenseitig streitig gemacht hat. Die Schelomit-Perspektive ist hoffnungsvoll.
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